Während der letzten Tage entstand neben der immer größer werdenden Begeisterung für Australien jedoch auch die für etwas ganz anderes: das Angeln. Nach etlichen Trockenübungen an Land, bei denen sich die Angel immer wieder in der australischen Fauna verirrte, wagten die beiden Berbs endliche die große Tat. In vorerst kleinem Bogen schossen unsere Angeln, die wir in Connys tiefsten Ecken ausgegraben hatten, in das kühle Nass des nächsten Flusses. Die Stunden verstrichen, bis der richtige Schwung erforscht wurde und die Angelhaken die gewünschte Stelle erreichten. Aufgrund der mangelnden Geduld und der scheinbar allzu klugen Fische, die unsere Plastikgarnelen offenbar enttarnt hatten, biss jedoch auch nach 2 Tagen des Angelns kein australischer Fisch an. Genau wie unsere Campingstühlen, die aufgrund der Gezeiten bald vollständig vom Wasser des immer breiter werdenden Flusses umgeben waren, sank auch unsere Hoffnung von Stunde zu Stunde. Als wir am nächsten Morgen erneut den Versuch starteten und unsere Angeln mit einer Nudel als Köder in den Fluss warfen, sollte jedoch ein Wunder geschehen. Voller Wucht wurde Lukas' Angel urplötzlich nach unten gezogen, bis er schweißüberströmt folgenden Glücksgriff an Land zog:
"Abendessen gesichert!", war das erste was uns durch den Kopf schoss.
Kleiner Spaß. Das arme kleine Fischchen ließen wir selbstverständlich wieder frei und setzten das Angeln für die nächste Zeit in den Sand. Denn so wie es aussah, wollte uns das Schicksal immer wieder zu unserer altbewährten Tradition "Nudeln mit Tomatensoße" zurück führen. Aus Frust von dem erfolglosen Angeln machten wir uns aus genau diesem Grund noch am selben Abend Reis mit Bohnen und Hackfleisch à la Michel, die wir verspeisten, als hätten unsere Gaumen nie etwas besseres geschmeckt.
| Nambucca Heads |
| Red Rocks |
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