Montag, 28. November 2016

Der Berg ruft

Pfade durch üppige, tropische Mangrovenwälder, kilometerweite Strände und nun die schneebedeckten australischen Alpen. Das Land unserer Träume erweist sich als vielfältiger und gigantischer als wir es uns jemals erträumt hätten. Auf dem Weg in die Snowy Mountains schlängelte sich eine schmale, steile Straße entlang felsiger Abhänge, die mit üppigen Farnen  bewachsen waren und doch an eine Fahrt durch die europäischen Berge erinnerten. Immer höher erhob sich Conny über die Wälder und Berge, während sich die Nebelschwaden dicht an unsere Scheibe hefteten. Der Blick in die Höhe ließ die meterhohen Bäume mit dem schneeweißen Himmel verschwimmen und die zuvor noch trockene und heiße Luft begann langsam zu gefrieren. Nachdem wir die steile Straße durchfahren und die letzte schneeweiße Nebelbank durchquert hatten, erstrahlte die Welt, die wir in diesem Moment sahen, urplötzlich in einem leuchtenden Gelb. Kilometerweite Ebenen voller trockener Gräser erstreckten sich soweit das Auge reichte. Als wäre es der friedlichste Ort auf dieser Welt, grasten Hunderte von Schafen auf der flachen Landschaft, bis die Sonne weit in der Ferne hinter der Erde versank. Während wir den Fahrtwind an unseren Armen spürten und die Beatles die Stille des Moments durchbrachen, rauschten wir an diesem verlassenen und doch so vollkommen erscheinendem Stück Land vorbei und genossen dabei den Duft der leuchtenden Natur. Die nächste Stadt, Cooma, in der unsere Fahrt durch das australische Gebirge beginnen sollte, erwies sich als nächster Stopp unserer großen Reise. Gespannt auf all das, was uns in den kommenden Tagen erwarten würde, fielen wir alle Vier müde in unser Bett.






Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen