Aus
gewohnter Sportbegeisterung und instinktiven Tatendrang beschlossen wir
am heutigen Tag unserer Reise zwei uralte und quietschende Fahrräder
auszuleihen. Dieses Vorhaben setzten wir nach einem Abstecher zum
Central Market, einer riesigen Plaza voller frischer Leckereien, in die
Tat um. Aufgrund unseres begrenzten Budgets als Backpacker, das uns das Widerstehen sehr erschwerte, liefen wir mit glänzenden Augen durch die Hallen voller Obst, Käse und "German Mettwurst". Nur bei einem
Süßwarenstand konnten wir uns, nachdem wir uns reichlich an allen zur Verfügung stehenden Probier-Häppchen
bedient hatten, nicht mehr zurückhalten. Unsere Errungenschaften
beliefen sich auf drei Riesendonuts mit Schokoguss, die uns unser
Vorhaben, Down Under gesund zu leben, schnell vergessen ließen.
Nachdem wir diese in kürzester Zeit vernichtet hatten, steuerten wir
mit unseren Rädern durch den Innenstadtverkehr, bis wir zufälligerweise
auf einem Fahrradweg am Fluss landeten. Aufgrund der begrenzten Parkzeit
von zwei Stunden mussten wir jedoch nach einer Runde Backgammon am
Fluss wieder umkehren, um die hohen Parkhausgebühren clever zu umgehen
und unsere liebe Conny schlicht und einfach umzuparken. Daraufhin
steuerten wir den berühmten botanischen Garten Adelaides sowie das
Kunstmuseum Südaustraliens an, für die Lukas rasende Begeisterung hegte.
Da wir uns und unser Glück bereits relativ gut zu kennen schienen, speicherte Lukas auf seinem Handy, vorausschauend wie er war, den Standpunkt unseres Auto ein. Unglücklicherweise war der Akku, nachdem wir unseren Rückweg angetreten hatten, leer und das Handy aus. Trotz pfadfinderischem Orientierungssinn und bereits antrainiertem Findergeist, konnten wir unser doch eher zurückhaltendes Fahrzeug erst nach einiger Zeit und überschrittener Parkdauer wieder aufspüren.
Da wir uns und unser Glück bereits relativ gut zu kennen schienen, speicherte Lukas auf seinem Handy, vorausschauend wie er war, den Standpunkt unseres Auto ein. Unglücklicherweise war der Akku, nachdem wir unseren Rückweg angetreten hatten, leer und das Handy aus. Trotz pfadfinderischem Orientierungssinn und bereits antrainiertem Findergeist, konnten wir unser doch eher zurückhaltendes Fahrzeug erst nach einiger Zeit und überschrittener Parkdauer wieder aufspüren.
Als
die australische Sonne langsam hinter der Skyline der Millionenstadt
versank, trafen wir unsere Berliner Backpacker-Freunde, mit denen wir
für den Rest des Abends durch die Straßen zogen. Am Ende des Abends
unterhielten wir uns noch für eine lange Zeit am Highway Adelaides, bis
urplötzlich am Dach Rockys (dies war der Name des Gefährts der Berliner
Backpacker) ein lautes Prasseln ertönte. Das merkwürdige Geräusch wurde
von einem wiederholten Klopfen abgelöst, das uns verwunderte Blicke
austauschen ließ. Auch meine Haare hatten einige der kleinen
erbsenartigen Früchte abbekommen, von denen wir glaubten, dass die vom
über uns wankenden Baum stammen mussten. Nachdem wir die merkwürdigen
Früchte genauestens inspiziert hatten, mussten wir nach einem
Blick in die Wipfel des Baumes jedoch feststellen, dass der Schein
trügte. Über uns saß, frech grinsend, ein vierbeiniges Tier mit riesigen
Augen, mit dem es sich, wie uns Tobis Tier- und Pflanzenführer im
Nachhinein bestätigte, um ein klassisches Ringelschwanz-Opossum
handelte.
Nach
dem feucht-fröhlichen Zwischenfall am Highway verschwanden wir beide in
unsere gemütlichen Vans, von denen nun einer einen unverhofften Ballast
mit sich zu tragen hatte.
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| In Australien herrscht eine strikte Fahrradhelmpflicht, die wir, vorbildlich wie wir sind, einhielten. |


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