Nachdem wir uns um alle Dinge gekümmert hatten, die für die nächsten 6 Monate im Paradies scheinbar von großer Bedeutung waren (Kreditkarte, SIM-Karte, Steuernummer, usw.), konnten wir an Tag 2 bereits mit der Suche nach unserem treuen Begleiter beginnen.
Folglich konnten wir unser Glück kaum fassen, als der erste Campervan-Verkäufer, dessen schwäbisches Englisch nicht zu verkennen war, direkt ein Treffen mit uns vereinbarte. Und so trafen wir uns mit Franz, der sich als ein alter, verschwitzter Mann mit fettigem Haar entpuppte, der angab, als Goldgräber in Australien tätig zu sein und das Auto lediglich als Schlafgelegenheit während seiner Goldsuche verwendet zu haben. Franz stellte sich als äußerst aufdringlich heraus, sodass er das tropfende Öl, das Lukas, nachdem er unter dem weißen Mitsubishi hervorgekrochen kam, feststellte, lediglich als ein "kleines, minimales, auf keinen Fall wichtiges Leck" bezeichnete.
Unsere sofortige Unsicherheit bestätigte sich spätestens dann, als wir während unserer Testfahrt die nächstgelegene Werkstatt anzusteuerten, um uns neben den überschwinglichen Reden von Franz noch ein wenig abzusichern. Doch bereits als wir aus unserem vermeintlichen Backpacker-Gefährt ausstiegen, schrie uns der erste Mechaniker kopfschüttelnd ein lautes "Oh no, don't do that, guys!" entgegen.
Franz, der Goldgräber, entpuppte sich als ein bereits bei der Polizei bekannter Mistkerl, der sein tägliches Brot damit verdiente, schrottreife Autos an ahnungslose Backpacker zu verkaufen.
Und so verabschiedeten wir uns freundlich von Franz und freuten uns, dass der Strand nicht fern war und unser Roadtrip nicht bereits nach einem Tag ein Ende nahm.
Doch wie es die Spontanität der Australier zuließ, erwartete uns noch am selben Tag ein Treffen mit dem nächsten Verkäufer, bei dem uns, so hofften wir, mehr Glück erwartete.
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